Portraet_Johanna-Maria-Fritz-1-1

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○● Johanna-Maria Fritz is based between Berlin and the Middle East. Her work focuses on disadvantaged or forgotten groups of people, women and conflict zones. She studied photography at the Ostkreuzschule for Photography and has been a member of Ostkreuz Agency since 2019.

 Berlin, Deutschland
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Dina Hamid im Schlafzimmer des besetzen und verschanzten Hauses «Die WG». Die Polizei ist bereits im Dorf und hat mit der Räumung begonnen. Text von Dina Hamid: «Es ist morgen in Lützerath, der letzte Morgen, an dem ich in Lützerath aufwache, denn heute werden wir geräumt. Wir werden singen und schreien bis zum Schluss. Kurz bevor ich mich ankette, werde ich eine Zigarette rauchen am Fenster — Stummel fallen lassen, jetzt auch egal — und dabei über Funk hören wie jemand in Lebensgefahr uns anfleht, ihnen zu helfen, drüben, bei den Pappeln, wo die Bullen sind. Dann ein letztes Interview — ja, wir kämpfen weiter für Klimagerechtigkeit, komme was wolle» — und dann sind sie da. «Ich gehe nicht.» „Na dann schubsen wir dich.» «Frederik, kommst du mal?» Frederik kommt und drückt mir den Schädel ein, bis ich Lützerath zum letzten mal verlasse. Mein Herz bleibt da. Noch ein bisschen liegen.» 10.01.2023, Lützerath, Deutschland. © 2023 Jana Bauch
Dina Hamid im Schlafzimmer des besetzen und verschanzten Hauses «Die WG». Die Polizei ist bereits im Dorf und hat mit der Räumung begonnen. Text von Dina Hamid: «Es ist morgen in Lützerath, der letzte Morgen, an dem ich in Lützerath aufwache, denn heute werden wir geräumt. Wir werden singen und schreien bis zum Schluss. Kurz bevor ich mich ankette, werde ich eine Zigarette rauchen am Fenster — Stummel fallen lassen, jetzt auch egal — und dabei über Funk hören wie jemand in Lebensgefahr uns anfleht, ihnen zu helfen, drüben, bei den Pappeln, wo die Bullen sind. Dann ein letztes Interview — ja, wir kämpfen weiter für Klimagerechtigkeit, komme was wolle» — und dann sind sie da. «Ich gehe nicht.» „Na dann schubsen wir dich.» «Frederik, kommst du mal?» Frederik kommt und drückt mir den Schädel ein, bis ich Lützerath zum letzten mal verlasse. Mein Herz bleibt da. Noch ein bisschen liegen.» 10.01.2023, Lützerath, Deutschland. © 2023 Jana Bauch
Die Aktivist*innen Indigo und Ronni stehen an der Kante vom Tagebau Garzweiler II beim besetzten Dorf Lützerath. Ein Schaufelradbagger baut in der Ferne Braunkohle ab. 26.07.2022, Lützerath, Deutschland. © 2022 Jana Bauch
Die Aktivist*innen Indigo und Ronni stehen an der Kante vom Tagebau Garzweiler II beim besetzten Dorf Lützerath. Ein Schaufelradbagger baut in der Ferne Braunkohle ab. 26.07.2022, Lützerath, Deutschland. © 2022 Jana Bauch
Aktivist*innen haben Rauchfackeln während einer Demonstration in Lützerath vor dem Hof Paula angezündet. Text einer Aktivist*in: «Hier wird nicht Kohle abgebaut, weil wir den Strom brauchen, um gut leben zu können. Sondern um den Energiehunger einer ständig wachsenden kapitalistischen Industrie zu stillen. Die einzig realistische Antwort auf die Klimakrise ist, die Wirtschaftsweise abzuschaffen, die sie hervorgebracht hat.» 12.11.2022, Lützerath, Deutschland. © 2022 Jana Bauch
Aktivist*innen haben Rauchfackeln während einer Demonstration in Lützerath vor dem Hof Paula angezündet. Text einer Aktivist*in: «Hier wird nicht Kohle abgebaut, weil wir den Strom brauchen, um gut leben zu können. Sondern um den Energiehunger einer ständig wachsenden kapitalistischen Industrie zu stillen. Die einzig realistische Antwort auf die Klimakrise ist, die Wirtschaftsweise abzuschaffen, die sie hervorgebracht hat.» 12.11.2022, Lützerath, Deutschland. © 2022 Jana Bauch
Indigo im Baumhaus «Tower» der Baumhaussiedlung «Unser aller Wald» im Ort Keyenberg, nahe bei Lützerrath. Keyenberg und 4 weitere Dörfer sollten ebenfalls zugunsten des Braunnkohletagebaus abgerissen werden. Im September 2022 beschließt die Regierung, dass Keyenberg und 4 weitere Dörfer bleiben. 04.10.2021, Keyenberg, Deutschland. © 2021 Jana Bauch
Indigo im Baumhaus «Tower» der Baumhaussiedlung «Unser aller Wald» im Ort Keyenberg, nahe bei Lützerrath. Keyenberg und 4 weitere Dörfer sollten ebenfalls zugunsten des Braunnkohletagebaus abgerissen werden. Im September 2022 beschließt die Regierung, dass Keyenberg und 4 weitere Dörfer bleiben. 04.10.2021, Keyenberg, Deutschland. © 2021 Jana Bauch
Indigo schläft im Baumhaus «Samir Flores» im Baumhausdorf «Unser aller Wald» in Keyenberg. Das Baumhaus «Samir Flores» wurde nach dem mexikanischen Umweltaktivisten Samir Flores benannt. Flores wurde vor seiner Haustür in Amilcingo erschossen, weil er gegen den Bau einer Gaspipeline kämpfte. 14.06.2021, Keyenberg, Deutschland. © 2021 Jana Bauch
Indigo schläft im Baumhaus «Samir Flores» im Baumhausdorf «Unser aller Wald» in Keyenberg. Das Baumhaus «Samir Flores» wurde nach dem mexikanischen Umweltaktivisten Samir Flores benannt. Flores wurde vor seiner Haustür in Amilcingo erschossen, weil er gegen den Bau einer Gaspipeline kämpfte. 14.06.2021, Keyenberg, Deutschland. © 2021 Jana Bauch
Eine Aktivsit*in tritt in eine brennende Barrikade. Der Polizeieinsatz der Großräumung des besetzten Dorfs Lützerath hat begonnen. Text von Dina Hamid: «Ich will die Bagger brennen sehen und die Zäune an den Grenzen und die Auto-Fabrik. Wie vielen noch muss die Luft zum Atmen geraubt werden auf diesem brennenden Planeten, bis wir aufhören, höflich zu sein? Bleiben wir vernünftig - verbrennt eure Angst und baut auf, was euch aufbaut.» 02.01.2023, Lützerath, Deutschland. © 2023 Jana Bauch
Eine Aktivsit*in tritt in eine brennende Barrikade. Der Polizeieinsatz der Großräumung des besetzten Dorfs Lützerath hat begonnen. Text von Dina Hamid: «Ich will die Bagger brennen sehen und die Zäune an den Grenzen und die Auto-Fabrik. Wie vielen noch muss die Luft zum Atmen geraubt werden auf diesem brennenden Planeten, bis wir aufhören, höflich zu sein? Bleiben wir vernünftig - verbrennt eure Angst und baut auf, was euch aufbaut.» 02.01.2023, Lützerath, Deutschland. © 2023 Jana Bauch
Eine vereiste Barrikade am Ortseingang Lützeraths. Kurz zuvor wurde das Dorf von der Stromversorgung getrennt. Umweltaktivist*innen haben das Dorf Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler II in NRW, Deutschland besetzt, um den Abriss des Dorfs durch den Energiekonzern RWE zu verhindern. 16.12.2022, Lützerath, Deutschland. © 2022 Jana Bauch
Eine vereiste Barrikade am Ortseingang Lützeraths. Kurz zuvor wurde das Dorf von der Stromversorgung getrennt. Umweltaktivist*innen haben das Dorf Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler II in NRW, Deutschland besetzt, um den Abriss des Dorfs durch den Energiekonzern RWE zu verhindern. 16.12.2022, Lützerath, Deutschland. © 2022 Jana Bauch
Ein mexikanischer Aktivist sprüht während einer Demonstration mit Sprayfarbe das Wort «Libertad» («Freiheit») an eine Gebäudewand. Aktivist*innen aus Lützerath haben sich der Karawane für das Wasser und das Leben in Mexiko angeschlossen, um gemeinsam für die Rechte der Indigenen zu kämpfen. 04.2022, Oaxaca, Mexiko. © 2022 Jana Bauch
Ein mexikanischer Aktivist sprüht während einer Demonstration mit Sprayfarbe das Wort «Libertad» («Freiheit») an eine Gebäudewand. Aktivist*innen aus Lützerath haben sich der Karawane für das Wasser und das Leben in Mexiko angeschlossen, um gemeinsam für die Rechte der Indigenen zu kämpfen. 04.2022, Oaxaca, Mexiko. © 2022 Jana Bauch
Ronni während der Aufräumarbeiten nach einem starken Sturm am 21.10.2021, durch den viele Bäume umgekippt sind. Umweltaktivist*innen haben das Dorf Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler II in NRW, Deutschland besetzt, um den Abriss des Dorfs durch den Energiekonzern RWE zu verhindern. 21.10.2021, Lützerath, Deutschland. © 2021 Jana Bauch
Ronni während der Aufräumarbeiten nach einem starken Sturm am 21.10.2021, durch den viele Bäume umgekippt sind. Umweltaktivist*innen haben das Dorf Lützerath am Braunkohletagebau Garzweiler II in NRW, Deutschland besetzt, um den Abriss des Dorfs durch den Energiekonzern RWE zu verhindern. 21.10.2021, Lützerath, Deutschland. © 2021 Jana Bauch
Die Polizei stürmt bei einer Großdemo auf eine Menschenkette Umweltaktivist*innen zu, die gegen den Abriss Lützeraths protestieren. Text: „Wenige Meter vor mir kämpft ein Polizist gegen sich selbst im Schlamm, erfolglos. Ein Demonstrant kommt näher. Der Polizist zieht sein Pfefferspray, richtet es gegen ihn und steht selbst in der Wolke. Aktivist*innen schmeißen mit Schlamm. Die Polizei antwortet mit Schlagstöcken und beginnt auf eine kilometerlange Menschenkette einzuprügeln. Menschen halten sich erst an den Händen, kurz darauf liegen sie zitternd und zusammengekauert im Matsch und versuchen mit ihren Händen ihren Kopf vor Tritten und Knüppeln zu schützen. — «Ihr könnt rennen wie ihr wollt, wenn ihr euer eigenes Handeln und die Befehle von Oben nicht hinterfragt, bleibt ihr stehen.» 14.01.2023, Lützerath, Deutschland. © 2023
Die Polizei stürmt bei einer Großdemo auf eine Menschenkette Umweltaktivist*innen zu, die gegen den Abriss Lützeraths protestieren. Text: „Wenige Meter vor mir kämpft ein Polizist gegen sich selbst im Schlamm, erfolglos. Ein Demonstrant kommt näher. Der Polizist zieht sein Pfefferspray, richtet es gegen ihn und steht selbst in der Wolke. Aktivist*innen schmeißen mit Schlamm. Die Polizei antwortet mit Schlagstöcken und beginnt auf eine kilometerlange Menschenkette einzuprügeln. Menschen halten sich erst an den Händen, kurz darauf liegen sie zitternd und zusammengekauert im Matsch und versuchen mit ihren Händen ihren Kopf vor Tritten und Knüppeln zu schützen. — «Ihr könnt rennen wie ihr wollt, wenn ihr euer eigenes Handeln und die Befehle von Oben nicht hinterfragt, bleibt ihr stehen.» 14.01.2023, Lützerath, Deutschland. © 2023 Jana Bauch
Detailaufnahme vom Aletschgletscher. Der längste Gletscher der Alpen schrumpft jedes Jahr um bis zu 50 Meter in der Länge und zieht sich an den Rändern deutlich zurück. 25.08.2023, Aletschgletscher, Schweiz, © 2023 Karin Bischof
Detailaufnahme vom Aletschgletscher. Der längste Gletscher der Alpen schrumpft jedes Jahr um bis zu 50 Meter in der Länge und zieht sich an den Rändern deutlich zurück. 25.08.2023, Aletschgletscher, Schweiz, © 2023 Karin Bischof
 Michelle Worek trifft die ersten Vorkehrungen, um die Anker für den grossen Eisbohrer zu setzen. Weil die Schneedecke nur 20 Zentimeter beträgt, muss dafür ins Eis gebohrt werden.  12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Michelle Worek trifft die ersten Vorkehrungen, um die Anker für den grossen Eisbohrer zu setzen. Weil die Schneedecke nur 20 Zentimeter beträgt, muss dafür ins Eis gebohrt werden. 12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Die Wissenschaftlerin, Michelle Worek tankt Energie bei einer kurzen Pause von der Eisbohrung auf dem Mont Collon 3637 Meter über dem Meer und erzählt: «Ich erinnere mich, wie ich für Fieldwork zum ersten Mal einen Gletscher sah. Wir wanderten zum Eggishorn, um den Aletschgletscher zu sehen, und hatten einen fantastischen Blick auf den Gletscher. In diesem Moment war ich zu Tränen gerührt und dachte, es sei das Schönste, Atemberaubendste und doch Deprimierendste, was ich je gesehen habe.»  11.04.2024, Mont Collon, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Die Wissenschaftlerin, Michelle Worek tankt Energie bei einer kurzen Pause von der Eisbohrung auf dem Mont Collon 3637 Meter über dem Meer und erzählt: «Ich erinnere mich, wie ich für Fieldwork zum ersten Mal einen Gletscher sah. Wir wanderten zum Eggishorn, um den Aletschgletscher zu sehen, und hatten einen fantastischen Blick auf den Gletscher. In diesem Moment war ich zu Tränen gerührt und dachte, es sei das Schönste, Atemberaubendste und doch Deprimierendste, was ich je gesehen habe.» 11.04.2024, Mont Collon, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
 Nachtsicht auf das Base Camp vom Paul Scherrer Institut für die erste Gletscher-Bohrung auf dem Mont Collon auf 3637 Meter über dem Meer.  11.04.2024, Mont Collon, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Nachtsicht auf das Base Camp vom Paul Scherrer Institut für die erste Gletscher-Bohrung auf dem Mont Collon auf 3637 Meter über dem Meer. 11.04.2024, Mont Collon, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Michelle Worek bohrt, um die Anker für den grossen Eisbohrer zu setzen.  Weil die Schneedicke nur 20 Zentimeter beträgt, muss ins Eis gebohrt werden. Die Gletscherdicke beträgt auf dem Alphubel im April 2024, 42 Meter.   12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Michelle Worek bohrt, um die Anker für den grossen Eisbohrer zu setzen. Weil die Schneedicke nur 20 Zentimeter beträgt, muss ins Eis gebohrt werden. Die Gletscherdicke beträgt auf dem Alphubel im April 2024, 42 Meter. 12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Michelle geniesst den Ausblick aufs Matterhorn bei der sanften Abendstimmung und bereitet sich darauf vor, den Gipfel vom Alphubel auf 4206 Meter über dem Meer zu erklimmen.  12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Michelle geniesst den Ausblick aufs Matterhorn bei der sanften Abendstimmung und bereitet sich darauf vor, den Gipfel vom Alphubel auf 4206 Meter über dem Meer zu erklimmen. 12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Sicht auf die letzten Überreste des Tschierva Gletschers mit den Moränen im Vordergrund.  16.07.2023, Roseg Tal, Schweiz, © 2023 Karin Bischof
Sicht auf die letzten Überreste des Tschierva Gletschers mit den Moränen im Vordergrund. 16.07.2023, Roseg Tal, Schweiz, © 2023 Karin Bischof
Michelle nach der ersten, gescheiterten Bohrung auf dem Mont Collon 3637 Meter über Meer. 12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Michelle nach der ersten, gescheiterten Bohrung auf dem Mont Collon 3637 Meter über Meer. 12.04.2024, Alphubel, Schweiz, © 2024 Karin Bischof
Portrait von Su mit Blick auf ihr eigenes Reisfeld, sie trägt die traditionelle Alltagskleidung der Black Hmong Ethnie. Der dunkle Stoff wird zwei Mal in Indigo gefärbt, daher kommt auch der Name der ethnischen Minderheit. 20.02.2023, Lao Chai, Nordvietnam, © 2023 Karin Bischof
Portrait von Su mit Blick auf ihr eigenes Reisfeld, sie trägt die traditionelle Alltagskleidung der Black Hmong Ethnie. Der dunkle Stoff wird zwei Mal in Indigo gefärbt, daher kommt auch der Name der ethnischen Minderheit. 20.02.2023, Lao Chai, Nordvietnam, © 2023 Karin Bischof
Zu Hause bei Su und ihrer Familie gibt es frittierte Frühlingsrollen. Das Haus hat keine Fenster und innen keine Trennwände. Mit dem Feuer zum Kochen wird zugleich auch geheizt.  20.02.2023, Lao Chai, Nordvietnam, © 2023 Karin Bischof
Zu Hause bei Su und ihrer Familie gibt es frittierte Frühlingsrollen. Das Haus hat keine Fenster und innen keine Trennwände. Mit dem Feuer zum Kochen wird zugleich auch geheizt. 20.02.2023, Lao Chai, Nordvietnam, © 2023 Karin Bischof
Selbstportrait vor dem babylonischen Ischtar Tor im Pergamon Museum. Das Ischtar Tor wurde 1897 im Rahmen einer Expedition der Königlichen Museen zu Berlin in Irak entdeckt und später in seine zerbrochenen Ziegelstücke in fast 800 Kisten nach Berlin transportiert. Laut Prof. Dr. Barbara Helwing, Direktorin des Vorderasiatischen Museums in Berlin, besteht die Rekonstruktion des Ischtar Tors zu 20% aus Fundstücken. 20.10.2023, Berlin, Deutschland, © 2023 Shirin Abedi, Berlin, Oktober 2023.
Selbstportrait vor dem babylonischen Ischtar Tor im Pergamon Museum. Das Ischtar Tor wurde 1897 im Rahmen einer Expedition der Königlichen Museen zu Berlin in Irak entdeckt und später in seine zerbrochenen Ziegelstücke in fast 800 Kisten nach Berlin transportiert. Laut Prof. Dr. Barbara Helwing, Direktorin des Vorderasiatischen Museums in Berlin, besteht die Rekonstruktion des Ischtar Tors zu 20% aus Fundstücken. 20.10.2023, Berlin, Deutschland, © 2023 Shirin Abedi, Berlin, Oktober 2023.
Alexander Schütte (18) sprang am 12.06.2018 um 8:50 Uhr aus dem Fenster seiner Oberschule in Burg bei Jerichow. Er wurde von der Grundschule bis in die Berufsschule gemobbt und litt unter Depressionen. 8.04.2023, Burg, Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Alexander Schütte (18) sprang am 12.06.2018 um 8:50 Uhr aus dem Fenster seiner Oberschule in Burg bei Jerichow. Er wurde von der Grundschule bis in die Berufsschule gemobbt und litt unter Depressionen. 8.04.2023, Burg, Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
«In meiner gesamten Biografie konnte ich nie Nein sagen. Dieser Mann hat eine tiefe Sehnsucht nach Kontakt und Zärtlichkeit in mir ausgenutzt.» - Wolfgang Vogel wurde im Alter von 15 Jahren von einem Familienangehörigen vergewaltigt. Lange Zeit fühlte er sich schuldig an dem Unglück, weil er nicht Nein gesagt hat. 22.05.2021, Dresden, Deutschland © 2021 Shirin Abedithe longterm effect of school bullying in Germany.
«In meiner gesamten Biografie konnte ich nie Nein sagen. Dieser Mann hat eine tiefe Sehnsucht nach Kontakt und Zärtlichkeit in mir ausgenutzt.» - Wolfgang Vogel wurde im Alter von 15 Jahren von einem Familienangehörigen vergewaltigt. Lange Zeit fühlte er sich schuldig an dem Unglück, weil er nicht Nein gesagt hat. 22.05.2021, Dresden, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
Wolfgang Vogel (52) kam als ein unsicheres Kind in die Schule, Zuhause wurde er von seiner Mutter und später seiner Stiefmutter misshandelt. Er wurde in seiner gesamten Schulzeit, 10 Jahre lang, in Dresden gemobbt.  Einer der Höhepunkte der Gewalt während seiner Schulzeit war, als Mitschüler versuchten, Wolfgang Vogel in der Schultoilette zu taufen. 21.05.2021, Dresden, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
Wolfgang Vogel (52) kam als ein unsicheres Kind in die Schule, Zuhause wurde er von seiner Mutter und später seiner Stiefmutter misshandelt. Er wurde in seiner gesamten Schulzeit, 10 Jahre lang, in Dresden gemobbt. Einer der Höhepunkte der Gewalt während seiner Schulzeit war, als Mitschüler versuchten, Wolfgang Vogel in der Schultoilette zu taufen. 21.05.2021, Dresden, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
«Ich wurde zwar immer noch zu den Geburtstagsfeiern eingeladen und war Teil der Clique, aber sie redeten viel hinter meinem Rücken. Egal, was ich tat, ich bekam einen drauf. Ich war ein offenes, selbstbewusstes und stabiles Mädchen und das Mobbing hat das zerstört.» Alexandra Niemeyer (20, Name geändert) wurde in der 5. und 6. Klasse in Norddeutschland von ihren Freun- dinnen gemobbt. 24.10.2020, Leipzig, Deutschland © 2020 Shirin Abedi
«Ich wurde zwar immer noch zu den Geburtstagsfeiern eingeladen und war Teil der Clique, aber sie redeten viel hinter meinem Rücken. Egal, was ich tat, ich bekam einen drauf. Ich war ein offenes, selbstbewusstes und stabiles Mädchen und das Mobbing hat das zerstört.» Alexandra Niemeyer (20, Name geändert) wurde in der 5. und 6. Klasse in Norddeutschland von ihren Freun- dinnen gemobbt. 24.10.2020, Leipzig, Deutschland © 2020 Shirin Abedi
Lina Meinhard (35, Name geändert) lebt in der Nähe von München, wo sie auch zur Schule ging. Nachdem sie sich von ihrem Freund trennte, wurde sie von der 7. Klasse bis zu ihrem Schulabschluss in der 9. Klasse gemobbt. Sie erinnert sich: «Nichts, was ich tat, war richtig. Sie schlugen mich und sagten, ein Schlag auf den Hinterkopf steigere das Denkvermögen.» 26.02.2021, Bayern, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
Lina Meinhard (35, Name geändert) lebt in der Nähe von München, wo sie auch zur Schule ging. Nachdem sie sich von ihrem Freund trennte, wurde sie von der 7. Klasse bis zu ihrem Schulabschluss in der 9. Klasse gemobbt. Sie erinnert sich: «Nichts, was ich tat, war richtig. Sie schlugen mich und sagten, ein Schlag auf den Hinterkopf steigere das Denkvermögen.» 26.02.2021, Bayern, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
In der siebten Klasse verbreiteten Mitschüler*innen das Gerücht, Lina Meinhard (35, Name geändert) sei vergewaltigt worden. Seltsamerweise wurde sie dafür verant-wortlich gemacht, nicht der Junge, der die Geschichte erzählte. Lina Meinhard begann, sich die Unterarme zu ritzen und unternahm einen Selbstmordversuch. Da ihre Familie immer noch nichts von den Details weiss, will sie anonym bleiben. 28.02.2021, Bayern, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
In der siebten Klasse verbreiteten Mitschüler*innen das Gerücht, Lina Meinhard (35, Name geändert) sei vergewaltigt worden. Seltsamerweise wurde sie dafür verant-wortlich gemacht, nicht der Junge, der die Geschichte erzählte. Lina Meinhard begann, sich die Unterarme zu ritzen und unternahm einen Selbstmordversuch. Da ihre Familie immer noch nichts von den Details weiss, will sie anonym bleiben. 28.02.2021, Bayern, Deutschland © 2021 Shirin Abedi
Fatih Han (27) kam in der zweiten Klasse in eine neue Grundschule. Alle anderen Klassen waren voll, also wurde Fatih in die Klasse der Schulleiterin versetzt. Fatih sagt, es sei eine sehr elitäre Klasse mit ausschließlich weissen Kindern gewesen. Am ersten Schultag in der neuen Klasse fragte ihn ein Kind, ob er «der Neue» sei, Fatih bejahte. Daraufhin umzingelten ihn alle Kinder ein, zeigten auf ihn und riefen «iiih». In diesem Moment wusste Fatih, dass seine Zeit in der Schule nicht einfach werden würde. Heute promoviert Fatih in islamischer Kunstgeschichte an der Princeton University. 21.05.2023, Berlin, Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Fatih Han (27) kam in der zweiten Klasse in eine neue Grundschule. Alle anderen Klassen waren voll, also wurde Fatih in die Klasse der Schulleiterin versetzt. Fatih sagt, es sei eine sehr elitäre Klasse mit ausschließlich weissen Kindern gewesen. Am ersten Schultag in der neuen Klasse fragte ihn ein Kind, ob er «der Neue» sei, Fatih bejahte. Daraufhin umzingelten ihn alle Kinder ein, zeigten auf ihn und riefen «iiih». In diesem Moment wusste Fatih, dass seine Zeit in der Schule nicht einfach werden würde. Heute promoviert Fatih in islamischer Kunstgeschichte an der Princeton University. 21.05.2023, Berlin, Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Katharina Grether (40) Sie wurde von der ersten bis zur zehnten Klasse in der Schule in Stuttgart, Deutschland, gemobbt. 19.02.2021, Stuttgart, , Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Katharina Grether (40) Sie wurde von der ersten bis zur zehnten Klasse in der Schule in Stuttgart, Deutschland, gemobbt. 19.02.2021, Stuttgart, , Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Als ihr Sohn 2011 eingeschult wurde, begann Katharina Grether (40), sich an ihre Schultraumata zu erinnern. Sie beschloss, ihre Erfahrungen aufzuschreiben und veröffentlichte zwei Bücher. Heute gibt sie Workshops an Stuttgarter Schulen, um Kinder über ihre Rolle bei Mobbing aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie sie es verhindern können. 20.02.2021, Stuttgart, Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Als ihr Sohn 2011 eingeschult wurde, begann Katharina Grether (40), sich an ihre Schultraumata zu erinnern. Sie beschloss, ihre Erfahrungen aufzuschreiben und veröffentlichte zwei Bücher. Heute gibt sie Workshops an Stuttgarter Schulen, um Kinder über ihre Rolle bei Mobbing aufzuklären und ihnen zu zeigen, wie sie es verhindern können. 20.02.2021, Stuttgart, Deutschland, © 2021 Shirin Abedi
Aline (sp. Pastor) Spirckel, 33 — David Pastor, 42. Tuesday 20.03.2018, 5 rue Henri-Dunant, Ars-sur-Moselle, Moselle. Married since September 2015, pending separation, two-year-old twins. Indicted for the triple murder pre-trial detention at Nancy-Maxéville Prison. He hit her to death. He strangled one of the children and hanged the other. He then took is car. On hte A31, he crashed his vehicle in a separation wall.  Probably voluntarily. © 2018 Zoé Aubry
Aline (sp. Pastor) Spirckel, 33 — David Pastor, 42. Tuesday 20.03.2018, 5 rue Henri-Dunant, Ars-sur-Moselle, Moselle. Married since September 2015, pending separation, two-year-old twins. Indicted for the triple murder pre-trial detention at Nancy-Maxéville Prison. He hit her to death. He strangled one of the children and hanged the other. He then took is car. On hte A31, he crashed his vehicle in a separation wall. Probably voluntarily. © 2018 Zoé Aubry
Aline (sp. Pastor) Spirckel, 33 — David Pastor, 42. Tuesday 20.03.2018, 5 rue Henri-Dunant, Ars-sur-Moselle, Moselle. Married since September 2015, pending separation, two-year-old twins. Indicted for the triple murder pre-trial detention at Nancy-Maxéville Prison. He hit her to death. He strangled one of the children and hanged the other. He then took is car. On hte A31, he crashed his vehicle in a separation wall.  Probably voluntarily. © 2018 Zoé Aubry
Aline (sp. Pastor) Spirckel, 33 — David Pastor, 42. Tuesday 20.03.2018, 5 rue Henri-Dunant, Ars-sur-Moselle, Moselle. Married since September 2015, pending separation, two-year-old twins. Indicted for the triple murder pre-trial detention at Nancy-Maxéville Prison. He hit her to death. He strangled one of the children and hanged the other. He then took is car. On hte A31, he crashed his vehicle in a separation wall. Probably voluntarily. © 2018 Zoé Aubry
Virginie Chabren, 42 — Unknown Name, 57. Saturday morning 17.02.2018, Marollesen-Brie, Val-de-Marne. Married couple — Braught to justice and in temporary detention. Her husband suspected her of cheating on him. He had hidden trackers (GPS in her car, microphone in her bag) to watch her. The husband explains that they both fell down the stairs and that he then strangled her.
Virginie Chabren, 42 — Unknown Name, 57. Saturday morning 17.02.2018, Marollesen-Brie, Val-de-Marne. Married couple — Braught to justice and in temporary detention. Her husband suspected her of cheating on him. He had hidden trackers (GPS in her car, microphone in her bag) to watch her. The husband explains that they both fell down the stairs and that he then strangled her.
Estelle Veneut, 34 — Badr Smati, 33. Thursday evening 22.02.2018, Bouchemaine, Pays-de-la-Loire. Ex-spouses, separated for a few weeks a six-year-old girl. Indicted and imprisoned. After an argument, her ex-companion strangled her, then got rid of the body and car in the Loire. © 2021 Zoé Aubry
Estelle Veneut, 34 — Badr Smati, 33. Thursday evening 22.02.2018, Bouchemaine, Pays-de-la-Loire. Ex-spouses, separated for a few weeks a six-year-old girl. Indicted and imprisoned. After an argument, her ex-companion strangled her, then got rid of the body and car in the Loire. © 2021 Zoé Aubry
Estelle Veneut, 34 — Badr Smati, 33. Thursday evening 22.02.2018, Bouchemaine, Pays-de-la-Loire. Ex-spouses, separated for a few weeks a six-year-old girl. Indicted and imprisoned. After an argument, her ex-companion strangled her, then got rid of the body and car in the Loire. © 2021 Zoé Aubry
Estelle Veneut, 34 — Badr Smati, 33. Thursday evening 22.02.2018, Bouchemaine, Pays-de-la-Loire. Ex-spouses, separated for a few weeks a six-year-old girl. Indicted and imprisoned. After an argument, her ex-companion strangled her, then got rid of the body and car in the Loire. © 2021 Zoé Aubry
Catherine Laverdure, 46 — Jérôme V., 33. 7:20 a.m. Thursday morning 01.02.2018, rue du Crinchon, Arras, Pas-de-Calais. Ex-partners, a seven-year-old girl. Indicted for ‹ murder ›. He has harassed his ex-companion for several days. Armed with a hunting rifle, he fired several times, touching her lower back.  © 2019 Zoé Aubry
Catherine Laverdure, 46 — Jérôme V., 33. 7:20 a.m. Thursday morning 01.02.2018, rue du Crinchon, Arras, Pas-de-Calais. Ex-partners, a seven-year-old girl. Indicted for ‹ murder ›. He has harassed his ex-companion for several days. Armed with a hunting rifle, he fired several times, touching her lower back. © 2019 Zoé Aubry
Nadia Grairi, 43 — David Bousch, 43. 15:30 p.m. Tuesday 09.01.2018, in the forest of Laxou, Sapinière, Meurthe-et-Moselle. Spouse, five children. Indicted for murder. Joggers saw the man stabbing her in the throat. She was stabbed more than 20 times in the neck, face and chest.. © 2019 Zoé Aubry
Nadia Grairi, 43 — David Bousch, 43. 15:30 p.m. Tuesday 09.01.2018, in the forest of Laxou, Sapinière, Meurthe-et-Moselle. Spouse, five children. Indicted for murder. Joggers saw the man stabbing her in the throat. She was stabbed more than 20 times in the neck, face and chest.. © 2019 Zoé Aubry
Sylvie, 43 — Hervé Minjard, 52. Monday afternoon 29.01.2018, locality called Péret,Saint-Julien-d’Ance, Haute-Loire. Married couple, — The neighbors saw a fire in their house. She was found inside, stabbed to death. The autopsy also revealed multiple hematomas. There were, on site, several fire outbreaks.  © 2018 Zoé Aubry
Sylvie, 43 — Hervé Minjard, 52. Monday afternoon 29.01.2018, locality called Péret,Saint-Julien-d’Ance, Haute-Loire. Married couple, — The neighbors saw a fire in their house. She was found inside, stabbed to death. The autopsy also revealed multiple hematomas. There were, on site, several fire outbreaks. © 2018 Zoé Aubry
Sylvie, 43 — Hervé Minjard, 52. Monday afternoon 29.01.2018, locality called Péret,Saint-Julien-d’Ance, Haute-Loire. Married couple, — The neighbors saw a fire in their house. She was found inside, stabbed to death. The autopsy also revealed multiple hematomas. There were, on site, several fire outbreaks.  © 2018 Zoé Aubry
Sylvie, 43 — Hervé Minjard, 52. Monday afternoon 29.01.2018, locality called Péret,Saint-Julien-d’Ance, Haute-Loire. Married couple, — The neighbors saw a fire in their house. She was found inside, stabbed to death. The autopsy also revealed multiple hematomas. There were, on site, several fire outbreaks. © 2018 Zoé Aubry
30.04.2018. France. © 2020 Zoé Aubry
30.04.2018. France. © 2020 Zoé Aubry

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