Gerd Waliszewski

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○● Gerd Waliszewski lebt und arbeitet als freischaffender Fotograf in Kyjiw, Ukraine. Geboren 1996 in den USA, wuchs er in Polen und Deutschland auf. Er studierte an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin und schloss im Juli 2025 in der Klasse von Sibylle Fendt ab. Seine Abschlussarbeit „Between the Sirens“ über junge Ukrainer:innen wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem World Report Award, W. Eugene Smith Student Grant und gute aussichten. Zu seinen Auftraggebern zählen NZZ am Sonntag, der Freitag, t-online und Le Monde. Zudem arbeitet er auch als Kameramann, etwa für ARD Kontraste oder den Dokumentarfilm «Chornozem» (2026).

 Kyjiw, Ukraine
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Ein Jugendlicher fotografiert eine Blindgänger-Rakete, die auf dem Majdan Swobody in Charkiw vor einem regionalen Verwaltungsgebäude in den Asphalt eingelassen worden ist. Sie soll an die russische Bombardierung der Stadt erinnern. Zu Beginn der russischen Invasion auf die Ukraine wurde dieser Platz und das Gebäude von
Ein Jugendlicher fotografiert eine Blindgänger-Rakete, die auf dem Majdan Swobody in Charkiw vor einem regionalen Verwaltungsgebäude in den Asphalt eingelassen worden ist. Sie soll an die russische Bombardierung der Stadt erinnern. Zu Beginn der russischen Invasion auf die Ukraine wurde dieser Platz und das Gebäude von "Kalibr"-Raketen zerstört. Dabei wurden 20 Menschen verletzt und zehn kamen ums Leben. 19.12.2022, Charkiw, Ukraine. © 2022 Gerd Waliszewski
Eine der größten Verkehrsadern Kyjiws flackert kurz auf und versinkt dann plötzlich in Dunkelheit. Die einzigen Lichtquellen sind die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos. Mit Beginn des Herbstes 2022 hat Russland seine Taktik darauf ausgerichtet, die ukrainische Bevölkerung zu terrorisieren, indem es die Energieinfrastruktur mit Raketen angreift. Die Folgen sind stundenlange Strom- und Heizungsausfälle. Diese Taktik wird fortan jeden Winter angewandt. 10.11.2022, Kyjiw, Ukraine. © 2022 Gerd Waliszewski
Eine der größten Verkehrsadern Kyjiws flackert kurz auf und versinkt dann plötzlich in Dunkelheit. Die einzigen Lichtquellen sind die Scheinwerfer vorbeifahrender Autos. Mit Beginn des Herbstes 2022 hat Russland seine Taktik darauf ausgerichtet, die ukrainische Bevölkerung zu terrorisieren, indem es die Energieinfrastruktur mit Raketen angreift. Die Folgen sind stundenlange Strom- und Heizungsausfälle. Diese Taktik wird fortan jeden Winter angewandt. 10.11.2022, Kyjiw, Ukraine. © 2022 Gerd Waliszewski
Anton (Name zum Schutz seiner Identität geändert) ist aus der ukrainischen Armee desertiert. Er wurde Ende 2024 Zwangseingezogen und floh einige Monate später aus einem Militärkrankenhaus. Seitdem ist er in Kyjiw untergetaucht. 18.01.2026, Kyjiw, Ukraine. © 2026 Gerd Waliszewski
Anton (Name zum Schutz seiner Identität geändert) ist aus der ukrainischen Armee desertiert. Er wurde Ende 2024 Zwangseingezogen und floh einige Monate später aus einem Militärkrankenhaus. Seitdem ist er in Kyjiw untergetaucht. 18.01.2026, Kyjiw, Ukraine. © 2026 Gerd Waliszewski
Pawlo verließ seine Geburtsstadt in der Region Donezk zu Beginn der Angriffe russisch unterstützter Separatisten im Jahr 2014. Er vermisst den Donbas – dessen Flagge ist über seinem Kopf zu sehen, während er in seiner Wohnung in Kyjiw aus einer selbstgebauten Wasserflaschen-Bong raucht. Im April 2025 gelang es ihm, illegal die Grenze zu Rumänien zu überqueren. Seitdem lebt er in Berlin. 22.01.2024, Kyjiw, Ukraine. © 2024 Gerd Waliszewski
Pawlo verließ seine Geburtsstadt in der Region Donezk zu Beginn der Angriffe russisch unterstützter Separatisten im Jahr 2014. Er vermisst den Donbas – dessen Flagge ist über seinem Kopf zu sehen, während er in seiner Wohnung in Kyjiw aus einer selbstgebauten Wasserflaschen-Bong raucht. Im April 2025 gelang es ihm, illegal die Grenze zu Rumänien zu überqueren. Seitdem lebt er in Berlin. 22.01.2024, Kyjiw, Ukraine. © 2024 Gerd Waliszewski
In der befreiten Stadt Irpin, die bereits in den ersten Wochen der Invasion von den russischen Streitkräften besetzt worden war, türmen sich die Wracks von Zivilfahrzeugen, auf die die russischen Truppen bei Fluchtversuchen der Einwohner geschossen hatten. 23.01.2024, Irpin, Ukraine. © 2024 Gerd Waliszewski
In der befreiten Stadt Irpin, die bereits in den ersten Wochen der Invasion von den russischen Streitkräften besetzt worden war, türmen sich die Wracks von Zivilfahrzeugen, auf die die russischen Truppen bei Fluchtversuchen der Einwohner geschossen hatten. 23.01.2024, Irpin, Ukraine. © 2024 Gerd Waliszewski
In Ismajil befindet sich die Abteilung für Handelsschifffahrt der Seeschifffahrtsakademie Odesa am Donauinstitut. Die Erstsemestler sind an ihren blauen Uniformen zu erkennen. Bald müssen sie sich in einer Prüfung beweisen, um vollwertige Kadetten zu werden. Seit dem Auslaufen des Getreideabkommens im Sommer 2023 ist die Stadt Ziel häufiger russischer Drohnenangriffe. 12.09.2023, Ismajil, Ukraine. © 2023 Gerd Waliszewski
In Ismajil befindet sich die Abteilung für Handelsschifffahrt der Seeschifffahrtsakademie Odesa am Donauinstitut. Die Erstsemestler sind an ihren blauen Uniformen zu erkennen. Bald müssen sie sich in einer Prüfung beweisen, um vollwertige Kadetten zu werden. Seit dem Auslaufen des Getreideabkommens im Sommer 2023 ist die Stadt Ziel häufiger russischer Drohnenangriffe. 12.09.2023, Ismajil, Ukraine. © 2023 Gerd Waliszewski
Während eines der zahlreichen Luftangriffe im Mai 2023 suchten die beiden jungen Fußballer Schutz in einer U-Bahn-Station in Kyjiw. Sie waren auf dem Weg zum Fußballtraining, als sie von den Luftwarnsirenen überrascht wurden. 29.05.2023, Kyjiw, Ukraine. © 2023 Gerd Waliszewski
Während eines der zahlreichen Luftangriffe im Mai 2023 suchten die beiden jungen Fußballer Schutz in einer U-Bahn-Station in Kyjiw. Sie waren auf dem Weg zum Fußballtraining, als sie von den Luftwarnsirenen überrascht wurden. 29.05.2023, Kyjiw, Ukraine. © 2023 Gerd Waliszewski
Am frühen Morgen des 10. Oktober 2025 startete Russland einen großangelegten Drohnenangriff auf mehrere ukrainische Städte. Eine Shahed-Drohne traf dieses Wohngebäude im Zentrum der Hauptstadt. Insgesamt gab es zwölf Tote und Verletzte. Am selben Abend brannte in den umliegenden Wohnungen wieder Licht – eine makabre Erinnerung daran, dass in der Ukraine der Alltag keine Zeit für Trauer lässt. 10.10.2025, Kyjiw, Ukraine. © 2025 Gerd Waliszewski
Am frühen Morgen des 10. Oktober 2025 startete Russland einen großangelegten Drohnenangriff auf mehrere ukrainische Städte. Eine Shahed-Drohne traf dieses Wohngebäude im Zentrum der Hauptstadt. Insgesamt gab es zwölf Tote und Verletzte. Am selben Abend brannte in den umliegenden Wohnungen wieder Licht – eine makabre Erinnerung daran, dass in der Ukraine der Alltag keine Zeit für Trauer lässt. 10.10.2025, Kyjiw, Ukraine. © 2025 Gerd Waliszewski
Eine Gruppe Freunde verbringt Zeit in einem Bistro in der befreiten Stadt Isjum. Die Luftwarnsirene heult, während sie über die neueste Gamingtechnik diskutieren. Ein Jahr nach Aufnahme des Fotos ist die Pizzeria geschlossen und über der Straße wurden Anti-Drohnennetze gezogen. Ein Zeichen, dass die ukrainische Armee einen erneuten russischen Vormarsch erwartet. 06.02.2025, Isjum, Ukraine. © 2025 Gerd Waliszewski
Eine Gruppe Freunde verbringt Zeit in einem Bistro in der befreiten Stadt Isjum. Die Luftwarnsirene heult, während sie über die neueste Gamingtechnik diskutieren. Ein Jahr nach Aufnahme des Fotos ist die Pizzeria geschlossen und über der Straße wurden Anti-Drohnennetze gezogen. Ein Zeichen, dass die ukrainische Armee einen erneuten russischen Vormarsch erwartet. 06.02.2025, Isjum, Ukraine. © 2025 Gerd Waliszewski
Die Strände und Piers am Schwarzen Meer sind bei jungen Leuten in Odesa sehr beliebt – selbst an kühlen, dunklen Frühlingsnächten. Am Horizont liegen russische Kriegsschiffe, die die Stadt und die gesamte Ukraine regelmäßig mit Lenkraketen beschießen. 14.04.2023, Odesa, Ukraine. © 2023 Gerd Waliszewski
Die Strände und Piers am Schwarzen Meer sind bei jungen Leuten in Odesa sehr beliebt – selbst an kühlen, dunklen Frühlingsnächten. Am Horizont liegen russische Kriegsschiffe, die die Stadt und die gesamte Ukraine regelmäßig mit Lenkraketen beschießen. 14.04.2023, Odesa, Ukraine. © 2023 Gerd Waliszewski

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